Kretschmann freut sich über Druck der Bürger beim Artenschutz

Lesedauer: 6 Min
Winfried Kretschmann freut sich über Druck beim Artenschutz.
Winfried Kretschmann freut sich über Druck beim Artenschutz. (Foto: Bernd Weißbrod / dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) freut sich nach eigenen Angaben über den Druck der Bürger beim Thema Artenschutz in Baden-Württemberg.

„Dass die Bürger die Politik auch antreiben, ist gut für Demokratie und Politik. Das zeigt, dass die Bürger Macht ausüben können“, sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Man ist ja nicht im Amt, damit man es angenehm hat, sondern dass man Probleme so löst, dass der Zusammenhalt der Gesellschaft erhalten wird. Dazu sind solche Prozesse notwendig, auch wenn die uns im Einzelfall unter Druck setzen und Probleme machen.“ Er freue sich über eine aktive Bürgerschaft. „Das hätten wir allein als Grüne nicht geschafft.“ Ohne die Zustimmung der Bevölkerung könne man nichts erreichen.

Wenn mit dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" die Natur gestärkt werden soll, warum haben dann viele Landwirte etwas dagegen? Und was passiert eigentlich, wenn genügend Unterschriften zusammenkommen - kommt dann das Gesetz automatisch? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Erklärvideo.

Naturschützer und Bienenfreunde hatten für ein Volksbegehren zum Artenschutz im Land Unterschriften gesammelt - und damit die Politik vor sich hergetrieben. Vor allem Bauern störten sich an den Forderungen des Volksbegehrens. Im Dezember einigten sich Regierungsvertreter, Bienenfreunde, Naturschützer und Bauernverbände auf alternative Maßnahmen zum Artenschutz, die in diesem Jahr im Landtag beschlossen werden sollen.

„Ich vermute schon, dass in manchem Detail noch ein Teufel steckt“, sagte Kretschmann auf die Frage, ob es bis dahin noch Probleme geben könnte. Bei dem Gesetzentwurf geht es etwa darum, weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen und den Anteil von Öko-Anbaufläche zu erhöhen.

Wie soll es mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ weitergehen? Das haben in den letzten Wochen Politiker und Verbände diskutiert. Dabei kam ein Eckpunktepapier zustande, welches jetzt im ganzen Land vorgestellt wird. So auch im Friedrichshafener Stadtteil Ailingen. Für die Bauern ein Anlass, noch einmal ein Zeichen zu setzen.
Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen