Kramp-Karrenbauer und Weber: Nationalisten Abfuhr erteilen

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Annegret Kramp-Karrenbauer und Manfred Weber
Manfred Weber (l), und CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Kundgebung von CDU/CSU zur Europawahl. (Foto: Stefan Puchner / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Mit dem höchsten Kirchturm der Welt im Rücken haben die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und Manfred Weber - Spitzenkandidat der Union für die Europawahl - in Ulm um Stimmen geworben. Am 26. Mai gehe es vor allen um die Frage, „ob wir diese Welt als Europäer mitgestalten wollen“, sagte Kramp-Karrenbauer am Freitagabend bei einer Kundgebung unweit des Ulmer Münsters. Die Wähler sollten Populisten und Nationalisten eine Abfuhr erteilen, forderten beide Politiker vor rund 400 Zuhörern, die trotz heftigen Regens auf den Marktplatz der Donaustadt gekommen waren.

Kramp-Karrenbauer bekräftige ihre Ablehnung einer CO2-Steuer. Maßnahmen für den Klimaschutz dürften „unsere Wirtschaft nicht abwürgen“. Umweltprobleme dürften zudem nicht „auf dem Rücken der Bürger mit einem kleinen Geldbeutel“ gelöst werden.

Beide Politiker kritisierten die Annullierung der Wahl in Istanbul. Die freie und demokratische Wahl des Europaparlament sei auch ein Zeichen der Solidarität mit allen Kräften in der Türkei, die sich weiter für die Demokratie einsetzen, erklärte die CDU-Vorsitzende.

Weber bekräftigte, er werde die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei beenden, sollte er als Kandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) zum neuen EU-Kommissionspräsidenten gewählt werden. Mit Blick auf die Wirtschaftsbeziehungen zu den USA sagte der CSU-Politiker, Europa dürfe sich Drohungen aus Washington nicht beugen. „Wir sind bereit für vernünftige Gespräche, aber erpressen lässt sich Europa nicht, auch nicht von den Vereinigten Staten von Amerika.“

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