Deutsche Presse-Agentur
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Knapp 93 Prozent aller Regionalzüge und S-Bahnen in Bayern sind im vergangenen Jahr pünktlich gewesen - das heißt laut Definition, dass sie maximal sechs Minuten zu spät kamen. Um diesen Wert zu verbessern, werde an vielen Stellschrauben gedreht, teilte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) am Mittwoch in München mit. „Allerdings wird immer deutlicher, dass die Infrastruktur der maßgebliche limitierende Faktor ist“, erläuterte Geschäftsführer Thomas Prechtl. Die BEG plant, finanziert und kontrolliert im Auftrag des Freistaats den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern.

Die BEG habe den Betreiber DB Netz „bereits mehrfach aufgefordert, im Sinne einer hohen Betriebsstabilität die Leistungsfähigkeit der Schieneninfrastruktur zu verbessern“. Auch Baustellen hätten vielerorts einen negativen Einfluss auf die Pünktlichkeit gehabt, hieß es. Und nicht zuletzt leide der Nahverkehr auch immer wieder unter den Folgen verspäteter Fernverkehrszüge.

Netze mit vielen parallel verkehrenden Fern-, Regional- und Güterzügen haben deshalb besonders schlechte Pünktlichkeitswerte. Dazu gehören auch die drei Schlusslichter in Bayern: Die Netze Alex Nord mit einer Quote von knapp 76 Prozent, Main-Spessart-Express und Alex Süd. Dort kamen Baustellen, aber auch Fahrzeugstörungen beziehungsweise Personalmangel hinzu. Spitzenreiter waren die Bayerische Zugspitzbahn (knapp 99 Prozent), Kissinger Stern und Berchtesgadener Land Bahn, die keinen oder nur wenig Mischverkehr aufweisen und zudem 2018 kaum von Bauarbeiten betroffen waren.

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