Schwäbische Zeitung

Karlsruhe (dpa/lsw) - Die Wirtschaftskrise und halbherzige politische Entscheidungen erschweren nach Ansicht des Karlsruher Klimaforschers Hans Schipper den Fortschritt im Klimaschutz. „Im Mittelpunkt der Debatte steht zurzeit der Satz "Die Wirtschaft darf nicht leiden". Da ist es schwer, die Bevölkerung für den Klimaschutz zu begeistern“, sagte Schipper vom Süddeutschen Klimabüro am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) der Nachrichtenagentur dpa. Deshalb hofft er auf ein klares Signal der Europäer für den Klimaschutz bei der UN-Klimakonferenz in Durban.

Als großes Manko nannte der Forscher, dass der Einzelne kaum einsehe, welchen Beitrag er zur Lösung dieses weltweiten Problems leisten könne. „Das ist auch schwer zu vermitteln, weil es schon einer gewissen Masse bedarf, um eine Wirkung zu erzielen. Letztendlich trägt aber doch jeder Mensch eine Verantwortung.“

Die Politik allein könne das Problem nicht lösen, müsse jedoch deutliche Zeichen setzen, sagte Schipper. „Ich hoffe, dass sich Europa in Durban beim Klimaschutz ebenso schlagkräftig präsentiert, wie es das bei der Euro-Rettung versucht.“

Süddeutsches Klimabüro

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen