Karlsruhe will im April über Drogenkonsumraum entscheiden

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Ein Dorgenkonsumraum in Hamburg
Utensilien liegen in einem Drogenkonsumraum in Hamburg. (Foto: Christophe Gateau/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Karlsruher Gemeinderat wird voraussichtlich am 24. April über den landesweit ersten Drogenkonsumraum beraten. Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) möchte in seiner Stadt eine Anlaufstelle schaffen, in der schwerst Drogenabhängige mitgebrachte Drogen wie Heroin und Kokain unter hygienischen Bedingungen einnehmen können. Gibt der Gemeinderat grünes Licht, will Mentrup beim Land Druck machen: Angesichts von steigenden Drogentoten, den Belastungen durch Junkies auf der Straße und den guten Erfahrungen andernorts müsse sich die CDU bewegen. „Sie würde sich sonst den Vorwurf einhandeln, Überlebenshilfe für Schwerstkranke zu verweigern“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Für einen Drogenkonsumraum - auch „Fixerstube“ genannt - muss das Land die rechtliche Grundlage per Verordnung schaffen. Doch die Einrichtung ist innerhalb der grün-schwarzen Landesregierung umstritten: Während Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) das Vorhaben unterstützt, hat das schwarz geführte Innenministerium dem Vernehmen nach Bedenken - etwa wegen eines möglichen „Drogentourismus“. Auch im CDU-Justizministerium ist man abwartend: Man befinde sich in Abstimmung. Bei einem positiven Bescheid aus Stuttgart könnte der Karlsruher Drogenkonsumraum 2019 an den Start gehen. Bundesweit gibt es schon zwei Dutzend Drogenkonsumräume.

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