Kangal-Prozess um tödlichen Angriff hat erneut begonnen

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Das Landgericht in Hechingen
Das Landgericht in Hechingen. (Foto: Patrick Seeger/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die tödliche Beißattacke eines Hundes auf eine Seniorin in Stetten am kalten Markt wird erneut vor Gericht verhandelt. Zum Auftakt des Berufungsverfahrens vor dem Landgericht Hechingen (Zollernalbkreis) waren am Mittwoch elf Zeugen geladen. Die Besitzer des Tieres waren zuvor wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden, jedoch in Berufung gegangen.

Das Unglück hatte sich im Mai 2017 in Stetten am kalten Markt (Kreis Sigmaringen) ereignet. Der Hund der Rasse Kangal hatte dort das 72 Jahre alte Opfer angefallen und getötet. Das Amtsgericht Sigmaringen verurteilte die Hundehalterin im Juli vergangenen Jahres zu eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung. Ihr Ehemann, der den Hund beschafft hatte, bekam zwei Jahre auf Bewährung.

Für den neuen Prozess sind drei Termine angesetzt. Am Mittwoch sollten sowohl Zeugen aufgerufen werden, die das Geschehen beobachteten, als auch Polizisten, die den Fall aufnahmen. Die Beweisaufnahme dauerte bis in den Nachmittag.

Weitere Zeugenvernehmungen sind für den zweiten Prozesstag am 11. Februar geplant. Auch die Sachverständigen, ein Veterinärmediziner sowie ein Psychiater, sollen nochmals vernommen werden, hieß es vom Landgericht. Der letzte geplante Verhandlungstag ist der 27. Februar.

Der Hund hatte die 72-Jährige im Mai 2017 mehrfach in Kopf und Hals gebissen. Das Tier hatte sich wegen eines offenbar zu schwachen Halsbands losreißen können.

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