Kabinettsvorlage: Umbau der Schulverwaltung wird konkreter

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Susanne Eisenmann (CDU)
Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin von Baden-Württemberg. (Foto: Sebastian Gollnow/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat ihr seit langem erwartetes Konzept zum Umbau der Schulverwaltung vorgelegt. Darin geht es insbesondere um die Schaffung von zwei neuen Instituten, um langfristig die Unterrichtsqualität zu verbessern. Das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) und das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) sollen die Probleme im baden-württembergischen Kultusbereich systematisch angehen, wie es in der Kabinettsvorlage heißt. Beide Institute sollen nach früheren Angaben Anfang 2019 an den Start gehen. Schüler in Baden-Württemberg waren zuvor in bundesweiten Vergleichsstudien abgesackt.

Für das ZSL veranschlagt das Kultusministerium 195 Vollzeitstellen - für das IBBW 135 Vollzeitstellen. „Der Personalkörper des ZSL und des IBBW wird sich größtenteils aus dem bestehenden Personalkörper der Kultusverwaltung zusammensetzen“, heißt es in der Vorlage. Dennoch fallen Mehrkosten an - für die Führungsebene der beiden neuen Institute sowie für Umbauten und Ausbauten. Für 2019 werden rund 9,3 Millionen Euro veranschlagt - für 2020 rund 5,9 Millionen Euro. In den Jahren 2021 bis 2023 fallen laut Kabinettsvorlage jeweils Kosten in Höhe von rund 6 Millionen Euro an.

Die Vorlage ist dem Vernehmen nach bereits von den Ressorts abgezeichnet - beraten werden muss sie aber noch in den grün-schwarzen Regierungsfraktionen, voraussichtlich an diesem Dienstag. Danach kommt sie ins Kabinett. Ministerin Eisenmann will sich an diesem Montag bei einer Veranstaltung in Stuttgart öffentlich zum Qualitätskonzept für das Bildungssystem im Südwesten äußern.

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