JU-Landeschef hofft auf Einigung von Merkel und Seehofer

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Philipp Bürkle
Philipp Bürkle, Mitglied bei der Jungen Union lächelt in die Kamera. (Foto: Sina Schuldt/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der baden-württembergische Chef der Jungen Union, Philipp Bürkle, hofft auf eine Einigung zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) im Asylstreit. „Ich wünsche mir, dass wir in der Sachfrage einen Kompromiss finden“, sagte der 27-Jährige am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Dazu brauche es ein verbales Abrüsten von Seehofer und ein Zugehen von Merkel auf die CSU. Er erwarte, dass die Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU im Bundestag weiterbestehe.

Seehofer hatte in der Nacht zum Montag den Rücktritt von seinen Ämtern als Bundesinnenminister und CSU-Parteichef angeboten, den er in den nächsten drei Tagen vollziehen will - falls mit der CDU im Asylstreit keine gemeinsame Lösung gefunden wird. Zunächst soll es deshalb am Montagnachmittag noch ein weiteres Gespräch der beiden Parteispitzen geben. Seehofer will im Alleingang Asylbewerber an der deutschen Grenze zurückweisen, wenn sie bereits in einem anderen EU-Land registriert sind. Kanzlerin Merkel will eine europäische Lösung und verweist auf die Ergebnisse des jüngsten EU-Gipfels.

Bürkle sagte, in der Sache stehe die Junge Union zu der von Seehofer verfolgten Zurückweisung von Asylsuchenden an der Grenze. Er wolle aber, dass weder Kanzlerin Merkel noch Bundesinnenminister Seehofer zurücktreten. Entscheidend sei, dass sich in der Sache etwas bewege. Dazu gingen die Ergebnisse des EU-Gipfels in die richtige Richtung.

Junge Union

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