Jubel bei den Berlin Volleys
Die Spieler der Berlin Volleys jubeln über ihren Sieg. Sie sind zum vierten Mal in Serie deutscher Meister. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Karsten Doneck und Christopher Hirsch

Die Spieler streiften die orangenen Meister-Trikots mit einer großen 10 über, der Manager kündigte „eine Party bis zum Mittwoch“ an. Nach einem „Wechselbad der Gefühle“, wie BR-Volleys-Chef Kaweh Niroomand das Auf und Ab des fünften Finalspiels um die deutsche Volleyball-Meisterschaft beschrieb, haben die Berliner beim Dauerrivalen VfB Friedrichshafen den Titel verteidigt.

„Unglaublich, das war eine Millimeter-Entscheidung“, kommentierte Sebastian Kühner den 3:2 (25:17, 25:21, 19:25, 23:25, 16:14)-Triumph im entscheidenden Spiel der Best-of-five-Serie. Es war der vierte Titelgewinn in Serie, der zehnte insgesamt. Zugleich verkündete Kühner als Kapitän der BR Volleys das Ende seiner Karriere: „Es ist jetzt Zeit für die Familie.“

Vor 3810 Zuschauern in der ausverkauften ZF Arena nutzte Moritz Reichert mit einem Ass den zweiten Matchball für Berlin und entschied die Finalserie mit 3:2-Siegen. „Wir haben die ersten beiden Sätze sensationell gespielt“, bemerkte Niroomand, der die erste Sechs einschließlich des überragenden russischen Olympiasiegers Sergej Grankin auch für die neue Spielzeit in Berlin halten will. Der US-Amerikaner Benjamin Patch war mit 29 Punkten bester Angreifer bei den Gästen.

„Das war ein würdiges Finale. Wir fliegen morgen zurück von Stuttgart. Bis dahin werden wir viel trinken und wenig schlafen“, erklärte Kühner bei Sport1 nach der Übergabe der Trophäe. Montag steht in der Hauptstadt ein gemeinsames Mannschaftsessen an, einen Tag später gibt es mit den Fans die offizielle Meisterparty.

Die BR Volleys kontrollierten anfangs das Geschehen erstaunlich deutlich. Annahme und Block funktionierten nahezu perfekt. Ein Ass von Reichert bescherte der Mannschaft früh eine 11:6-Führung. Auch in Durchgang zwei konnte der Gastgeber nicht viel entgegensetzen.

Die Gäste büßten jedoch nach der 2:0-Satzführung im dritten Abschnitt ihr dynamisches Spiel ein. Angetrieben vom Publikum steigerte sich der VfB deutlich. Auch diverse Spielerwechsel brachten die BR Volleys lange Zeit nicht wieder in die Spur. Friedrichshafen rettete sich in den Tiebreak. „Als es in den fünften Satz ging, dachte ich, es schwimmt uns davon“, sagte Niroomand. Doch sein Team führte dann schnell 5:2 und 10:7, ehe sich wieder einige Fehler einschlichen. Am Ende sorgte Reichert für den entscheidenden Punkt.

„Glückwunsch an Berlin, Berlin ist absolut verdienter Meister. Es war knapp“, sagte VfB-Trainer Vital Heynen. Der Belgier ist zukünftig nur noch Nationaltrainer von Weltmeister Polen. In seinen drei Jahren in Friedrichshafen holte Heynen drei Mal den ersten Platz in der Hauptrunde, drei Supercups und drei DVV-Pokale - nur in der Finalserie um die Meisterschaft scheiterte er mit Friedrichshafen jedes Mal an den Berlinern.

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