Das Logo der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart
Das Logo der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart, aufgenommen am Hauptgebäude der IHK. (Foto: Marijan Murat/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Industrie- und Handelskammern im Südwesten wollen mehr heimische Unternehmen für ein Engagement in Afrika begeistern. In vielen Ländern des Kontinents herrsche eine hohe Dynamik, zudem wachse die Kaufkraft und zugleich der Bedarf am Ausbau der Infrastruktur, an hochwertigen Maschinen und an beruflicher Qualifikation, hieß es am Donnerstag bei einem „Thementag“ zu den Chancen für Südwest-Unternehmen in Afrika. „Viele unserer Unternehmen sind heute bereits auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs“, sagte der Präsident der IHK Rems-Murr, der CDU-Landtagsabgeordnete Claus Paal. „Und wir wollen diese Unternehmen als Leuchttürme verwenden.“

Ziel sei es, ein Netzwerk zu schaffen, in dem interessierte Unternehmen für jede Region Ansprechpartner finden können, die dort schon Erfahrungen gemacht haben und sich auskennen. „Es gibt immer noch viele falsche Vorstellungen“, sagte Paal. Zugleich dürfe man aber auch nicht naiv sein.

Der Botschafter Südafrikas in Deutschland, Phumelele Stone Sizani, betonte die Bedeutung der beruflichen Bildung für die Wirtschaft seines Landes, aber auch des gesamten Kontinents. Deutsche Unternehmen, die das System der dualen Ausbildung mitbrächten, seien daher hoch willkommen. Sowohl er als auch Paal verwiesen zudem auf das kürzlich vereinbarte Freihandelsabkommen für den afrikanischen Kontinent. „1,2 Milliarden Menschen, ein Markt“, sagte Sizani.

Laut IHK spielt Afrika bisher nur eine untergeordnete Rolle für die Südwest-Wirtschaft. Um das zu ändern, sei unter anderem auch eine Delegationsreise unter Leitung von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) noch in diesem Herbst geplant.

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