Redakteur Bopfingen-Ries

In Rot an der Rot braucht man keine Bodyguards. Die Fans des Roter Jungnationaspielers Holger Badstuber standen gestern hautnah Spalier und hießen ihn der Heimatgemeinde willkommen; im Stadion waren es gut 2000, bei einer aktuellen Einwohnerzahl von 4200. Sein Heimatverein ernannte ihn zum TSV-Ehrenmitglied.

Mit weißen Turnschuhen und T-Shirt stand Holger Badstuber zuerst für Gruppenfotos mit Freunden und TSV-Mitgliedern auf der Veranda des Elternhauses parat, ehe der Troß zu Fuß zum Lindenplatz zog. Hier warteten vor allem jugendliche Fans auf Holger Badstuber, der zuerst geduldig Autogramme pinselte. Und der Wunsch der Empfangsorganisatoren seines Heimatvereins TSV Rot blieb nicht ungehört: Viele kamen in National- oder Bayerntrikots, einige hatten auf Pappkartons ihre Begeisterung für Badstubers Senkrechtstart so umschrieben: „Von Rot über München in die weite Welt“ und auch Trötenklänge waren unüberhörbar. Zu den Klängen der Musikkapelle setzte sich dann der Audi-Cabrio A 5 mit dem TSV-Vorsitzenden Andreas Binder, Bürgermeister Robert Balle und dem 21-jährigen Nationalverteidiger gen Sportplatz im Bewegung.

Hier unterstrich Bürgermeister Robert Balle, das solch ein Empfang einfach nur phänomenal zu nennen. Berechtigt seien alle stolz auf Holger Badstubers Erfolg, der dabei nicht die Bodenhaftung verloren habe. Fast wie im Fernsehen sei der enorme Zuspruch und das Interesse vieler Medienvertreter, betonte TSV-Vorsitzender Andreas Binder: „Holger, wir sonnen uns natürlich gerne in deinem Erfolg“. Und seine Mutter, die bekanntgab, dass Holger Badstuber, wäre er nicht verletzt gewesen, wieder gegen England gespielt hätte, sagte auf SZ-Nachfrage, dass er heute seinen Urlaub wie Kollege Mario Gomez antreten werde. „Holger braucht jetzt ein paar Tage Abstand zum Fußball, neue Eindrücke“.

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