Daniel Gordon und Daniel Keita-Ruel
Der Karlsruher Daniel Gordon und der Fürther Daniel Keita-Ruel (l-r.) in Aktion. (Foto: Daniel Karmann / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Christoph Lother und Nils B. Bohl

Völlig losgelöst hüpften Top-Torjäger und Sieggarant Philipp Hofmann und seine Teamkollegen vom Karlsruher SC über den Fürther Rasen. Einen kurzen Augenblick nach ihrem 2:1-Sieg bei der SpVgg Greuther Fürth erreichte die Badener am Sonntagnachmittag die frohe Kunde vom Patzer des 1. FC Nürnberg bei Holstein Kiel. Dank des 1:1 der Franken schaffte der KSC am letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga tatsächlich noch den Sprung vom 16. auf den 15. Tabellenplatz und somit den direkten Klassenerhalt.

„Ich weiß nicht, wohin mit den Emotionen. Ich bin überglücklich, dass wir das heute noch gezogen haben“, sagte Routinier Daniel Gordon: „Für mich war es unfassbar wichtig, weil ich mittlerweile eine Karlsruher DNA habe. Ich wollte den Leute etwas zurückgeben, wie alle in der Mannschaft. Es ist auch klar, dass wir uns heute zubechern werden und den Tag, den wir uns verdient haben, genießen.“

Coach Christian Eichner, der zeitnah einen Cheftrainer-Vertrag unterschreiben und damit über den Sommer hinaus gehalten werden soll, sagte: „Es lief so gut wie alles gegen uns. Was dann passiert ist, ist ein Paradebeispiel dieser Mannschaft für die letzten Wochen. Sie hat nie den Glauben verloren, hat immer versucht, ihr Bestes zu geben und ist immer wieder an ihre Grenzen gegangen.“ Da der KSC mit zwei Bussen angereist war, könne jeder „je nach Musikgeschmack in den einen oder anderen einsteigen“, scherzte Eichner: „Ich kann nur sagen, dass bei mir deutscher Schlager kommen wird“.

Eine Woche nach seinem Dreierpack beim 3:3 nach 0:3 gegen Meister und Aufsteiger Bielefeld hatte Hofmann in der 61. Minute einen umstrittenen Elfmeter nach Foul von Sebastian Ernst an Marvin Wanitzek an der Fürther Strafraumgrenze zu seinem 17. Saisontreffer verwandelt. Damit rettete sich der Aufsteiger.

Der Klassenerhalt war zuvor nach dem frühen Rückstand durch Daniel Keita-Ruel (2.) und der fast zeitgleichen Nürnberger Führung in Kiel schon in weite Ferne gerückt. Der KSC aber erkämpfte sich die Rettung dank großer Moral, des etwas überraschenden Ausgleichs durch Dominik Kother (21.), der Kieler Schützenhilfe und Hofmanns Torinstinkt letztlich doch noch.

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