Hintergrund: Einer der größten Unions-Verluste seit 1950

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Mit zweistelligen Verlusten im Vergleich zur Landtagswahl 2003 hat die CSU einen der größten Stimmverluste der Union in einem Landtag seit dem Krieg eingefahren.

Die CSU hatte vor fast 60 Jahren bereits einmal verheerende Verluste wegstecken müssen. Bei der Landtagswahl 1950 büßte sie mit nur 27,4 Prozent der Stimmen im Vergleich zu 1946 insgesamt 24,9 Prozentpunkte ein. Die Bayernpartei als schärfste Konkurrentin der CSU kam damals auf 17,9 Prozent. Grund: Sie war in die katholisch- konservative Wählerschaft der CSU eingedrungen und hatte Stimmen abgezogen.

Die große CSU-Schwester CDU musste ihren bislang größten Verlust bei der Berliner Wahl zum Abgeordnetenhaus 2001 hinnehmen. Sie verlor dort 17 Prozentpunkte im Vergleich zur vorherigen Wahl. In Sachsen verloren die Christdemokraten 2004 insgesamt 15,8 Prozentpunkte. Zuletzt büßte die CDU 2008 in Hessen zweistellig an Wählerstimmen ein: Sie verlor 12,0 Prozentpunkte und damit auch die absolute Landtagsmehrheit.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen