CDU-Politiker Manuel Hagel
CDU-Politiker Manuel Hagel. (Foto: Patrick Seeger / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

CDU-Landesgeneralsekretär Manuel Hagel hat die im Zuge der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg geäußerte Rücktrittsforderung gegen Innenminister Thomas Strobl (CDU) zurückgewiesen. FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke hatte am Freitag erklärt, Strobl trage die politische Verantwortung für die Vergewaltigung in der Nacht zum 14. Oktober, da der Vollzug des Haftbefehls gegen den Hauptverdächtigen erst für einen späteren Zeitpunkt geplant gewesen, sei, obwohl der Mann vorher hätte verhaftet werden können. Anschließend habe er die „Panne“ vertuscht. Strobl sei inkompetent und mit der Lage überfordert, sagte Rülke.

Hagel entgegnete, wer jede zweite Woche substanzlos wahlweise einen Untersuchungsausschuss oder einen Rücktritt fordere, handele verantwortungslos, schade der Demokratie und dem Parlament. „In der FDP-Landtagsfraktion sind viele Kollegen, die mit Tiefgang und Besonnenheit Politik betreiben wollen“, sagte Hagel. „Sie können einem schon fast leidtun, wenn sich ihr Vorsitzender permanent aufführt, als sei er Vortänzer eines politischen Wanderzirkus'.“

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