Der Unternehmenssitz von Aesculap
Der Unternehmenssitz von Aesculap. (Foto: Felix Kästle/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Medizingerätehersteller Aesculap hat dank guter Geschäfte in Deutschland, China und Japan seine Umsätze steigern können. Im vergangenen Jahr seien die Erlöse auf rund 1,8 Milliarden Euro gewachsen, sagte Vorstandschef Joachim Schulz am Dienstag in Tuttlingen. Das entspreche einer Steigerung von rund 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - angesichts des anhaltenden Preisdrucks im Markt sei das eine befriedigende Steigerung. Weitere Wachstumstreiber seien etwa die Türkei, Indonesien, Südkorea und Italien gewesen. Bei den Produkten hätten sich unter anderem der Umsatz von chirurgischen Instrumenten und Knieprothesen gut entwickelt. Genaue Zahlen zum Gewinn nannte Schulz nicht.

Für das laufende Geschäftsjahr rechne Aesculap mit einer Umsatz- und Ergebnissteigerung zwischen fünf und sieben Prozent bei konstanten Wechselkursen, sagte Schulz weiter. Er gehe jedoch davon aus, dass Währungsschwankungen das Wachstum deutlich abschwächten. Zudem will Aesculap seine Kostensteigerungen bremsen. Das sei angesichts des kürzlich getroffenen Tarifabschlusses in der Metal- und Elektroindustrie allerdings ein anspruchsvolles Ziel, sagte Schulz. Die dort Beschäftigten erhalten seit April unter anderem 4,3 Prozent mehr Geld. Dem Tarifabschluss 2018 im Südwesten, den die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall Anfang Februar vereinbart hatten, waren mehrere harte Verhandlungsrunden und Warnstreikwellen vorausgegangen.

Aesculap gehört zur B. Braun Melsungen AG. Der Spezialist für Operationstechnik und Gesundheitsgüter beschäftigt weltweit rund 12 200 Mitarbeiter, davon 3600 in Tuttlingen.

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