GEW-Umfrage: Baden-Württembergs Schulen bei Digitalisierung in der „Kreidezeit“

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 Lehrer im Südwesten lieben überwiegend ihren Beruf – sehen aber erhebliche Probleme in ihrem Alltag.
Lehrer im Südwesten lieben überwiegend ihren Beruf – sehen aber erhebliche Probleme in ihrem Alltag. (Foto: Patrick Pleul)
Deutsche Presse-Agentur

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert einen „BW-Digitalpakt“ für die 4 500 Schulen im Südwesten. In einer Mitteilung forderte die baden-württembergische Vorsitzende Doro Moritz die Landesregierung und die Schulträger zum raschen Handeln auf. Man dürfe nicht nur auf finanzielle Mittel aus Berlin warten. Die schlechte Ausstattung der Schulen sei „beschämend“ für das Spitzentechnologieland Baden-Württemberg, hieß es.

Doro Moritz
Doro Moritz, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). (Foto: Sebastian Gollnow / DPA)

Wir befinden uns in der Kreidezeit, brauchen Zeit und Fortbildungen, um sinnvolle pädagogische Konzepte für die Digitalisierung zu erarbeiten.

Doro Moritz

Moritz bezog sich auf eine jüngst veröffentlichte Online-Umfrage zur Situation an den Schulen im Südwesten. Demnach hatte knapp die Hälfte der befragten Lehrer angegeben, noch nie mit Tablets oder Smartphones gearbeitet zu haben. Drei Viertel der Grundschulkräfte gaben an, noch keine Erfahrung mit digitalen Medien gemacht zu haben. „Wir befinden uns in der Kreidezeit, brauchen Zeit und Fortbildungen, um sinnvolle pädagogische Konzepte für die Digitalisierung zu erarbeiten“, forderte Moritz am Sonntag.

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