Gestörte Kommunikation des Innenministeriums

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Gestörte Kommunikation des Innenministeriums
Gestörte Kommunikation des Innenministeriums (Foto: Roland Rasemann)
Schwäbische Zeitung
Landes-Korrespondentin

War es nur eine unglückliche Formulierung oder hat Innenminister Thomas Strobl (CDU) Polizisten in Gefahr gebracht? Diese Frage lässt sich auch nach der Sitzung des Innenausschusses nicht abschließend klären. Fest steht allerdings, dass das Krisenmanagement des Ministers schlecht war.

Seine Ankündigung, verdeckte Kräfte in Sigmaringen einzusetzen, hat in der Polizei für große Unruhe gesorgt. Das mag einem Missverständnis geschuldet sein. Es spricht aber Bände, wenn die sich nicht immer einigen Polizeigewerkschaften unisono Vorwürfe gegen ihren Dienstherren erheben – und daran auch festhielten, nachdem er sich am Montag erklärt hatte. Offenbar fühlten sie sich übergangen und nicht ernst genommen.

Strobl hat als Innenminister durchaus gepunktet, etwa mit zusätzlichen Polizisten oder den weitgehenden Kompetenzen, mit denen er Ermittler ausstatten konnte. Doch um das Vertrauen der eigenen Untergebenen zu gewinnen, reicht es nicht, Erfolge zu verkünden. Dazu muss der Minister hinstehen, wenn es mal schlecht läuft. Da hat Strobl Nachholbedarf.

k.korf@schwaebische.de

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