Autoverkehr
Autos fahren über eine Autobahn. (Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ein 53 Jahre alter Autofahrer hat mit seinem gefährlichen Fahrstil mindestens zwei Unfälle verursacht. In Schlangenlinien und immer wieder auf der Gegenspur fahrend war er am Samstag mit seinem Kleinbus auf Straßen im Süden Baden-Württembergs und in der Schweiz unterwegs. Dabei verursachte er unter anderem einen Unfall mit drei Verletzten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Obwohl der Mann den Ermittlungen zufolge bereits am Samstagvormittag in der Schweiz von der Polizei angehalten worden sei, habe er am Samstagabend seine riskante Fahrt in Deutschland fortgesetzt.

In der Nähe von Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) wich nach Angaben der Polizei eine 47 Jahre alte Autofahrerin dem entgegenkommenden Geisterfahrer aus, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Dabei habe sie die Kontrolle über ihr Auto verloren und sei in den Gegenverkehr geraten. Beim Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto eines 19-Jährigen erlitten beide Fahrer und der 55 Jahre alte Beifahrer der Frau leichte Verletzungen und kamen ins Krankenhaus.

Als Ursache für die gefährliche Fahrweise vermutet die Polizei eine psychische Erkrankung des Mannes. Zahlreiche weitere Verkehrsteilnehmer riefen am Samstag die Polizei. Zeugenberichten zufolge soll der Mann immer wieder auf der Gegenspur von Straßen gefahren sein, um erst im letzten Moment zurück in die eigene Spur zu wechseln. In Friedrichshafen (Bodenseekreis) konnte die Polizei den Fahrer schließlich festnehmen. Führerschein und auch das Fahrzeug des Mannes wurden beschlagnahmt.

Warum die Schweizer Polizei den Mann nach der Kontrolle weiterfahren ließ, war zunächst unklar. Vielleicht habe man den Führerschein dort aus rechtlichen Gründen nicht beschlagnahmen können, sagte ein Sprecher der Polizei. Den Ermittlungen zufolge war der 53-Jährige in der Schweiz in ein geparktes Auto gekracht.

PM aus Freiburg

PM aus Konstanz

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