Frau und Phallus: 15 000 Jahre alte Kunstfigur entdeckt

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Deutsche Presse-Agentur

Ein Amateurarchäologe hat bei Waldstetten (Ostalbkreis) eine doppeldeutige Kunstfigur aus der Eiszeit gefunden. Wissenschaftler der Universität Tübingen identifizierten das Objekt jetzt als 15 000 Jahre alte stark vereinfachte Darstellung eines Frauenkörpers, wie die Universität am Mittwoch mitteilte. Nach Einschätzung der Forscher symbolisiert die Figur zugleich ein männliches Geschlechtsteil.

Den Angaben nach handelt es sich um den ersten Fund eines solchen Exemplars im Ostalbkreis. Vergleichbare Figuren wurden schon an anderen Stellen in Europa entdeckt.

Die Figur aus Waldstetten zeigt einen kopflosen Oberkörper, Rumpf und einen verkürzten Unterkörper. Die Tübinger Archäologen ordnen sie dem sogenannten Typ Gönnersdorf zu, bei dem Steine mit nur wenigen Linien graviert wurden.

Insgesamt 2000 Funde hat der Amateurarchäologe Adolf Regen an die Wissenschaftler übergeben. Der Ostalbkreis ist Schwerpunktregion eines Großprojekts zur Erforschung der Altsteinzeit in Baden-Württemberg. Das Tübinger Forscherteam kooperiert mit dem „Arbeitskreis Eiszeit in Schwäbisch Gmünd“.

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