Frau und Baby sterben bei schwerem Unfall - Fahrer flüchtet

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Der Unfallort in Gaggenau. (Foto: dpa)
Deutsche Presse-Agentur
Unfallflucht im Straßenverkehr ist in Deutschland eine Straftat. Nach Paragraf 142 des Strafgesetzbuches wird sie mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet. Der Gesetzgeber verbietet unter anderem, sich vor einer „angemessenen“ Wartezeit vom Unfallort zu entfernen, ohne Auskunft über sich selbst und den Unfallhergang gegeben zu haben. Verlässt man nach Ablauf der Wartefrist den Unfallort, muss man „unverzüglich“ die Feststellung der eigenen Personalien ermöglichen.

Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu Tausenden Verkehrsunfällen. Im vergangenen Jahr gab es laut Statistischem Bundesamt 457 354 schwere Unfälle von Auto- und Lasterfahrern mit Verletzten. In 20 528 Fällen flüchteten die Fahrer vom Unfallort. 68 Mal davon fuhren Beteiligte sogar nach tödlichen Unfällen davon. In Baden-Württemberg waren es 8 Unfallfluchten mit getöteten Menschen.

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Ein bei einem Unfall mit Fahrerflucht in Gaggenau (Kreis Rastatt) lebensgefährlich verletztes Baby ist gestorben. Eine 54-Jährige war bereits kurz nach dem Unfall am Freitagabend ihren Verletzungen erlegen. Bei den Opfern soll es sich um die Großmutter und ihren mehrere Monate alten Enkel handeln. Am Samstag teilte die Polizei in Offenburg mit, dass der mutmaßlichen Fahrer ermittelt werden konnte. Der 47-Jährige streitet die Vorwürfe ab. Nun sollen Blutproben zeigen, ob der mutmaßliche Fahrer betrunken war oder Drogen genommen hatte.

Ermittler fanden Kennzeichen am Unfallort

Den Angaben zufolge war der Autofahrer am Freitagabend innerorts mit seinem Wagen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Auf dem Gehweg erfasste er die Frau, die mit einem Kinderwagen unterwegs war. Statt zu helfen, fuhr der Autofahrer dann Richtung Stadtmitte davon. Die Ermittler hatten am Unfallort das Kennzeichen des mutmaßlichen Unfallwagens gefunden und waren so dem Verdächtigen auf die Spur gekommen.

Die 54-Jährige starb auf dem Weg in eine Klinik. Ein Rettungshubschrauber brachte das Kleinkind zunächst mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik, wo es wenig später ebenfalls starb.

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Unfallflucht im Straßenverkehr ist in Deutschland eine Straftat. Nach Paragraf 142 des Strafgesetzbuches wird sie mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet. Der Gesetzgeber verbietet unter anderem, sich vor einer „angemessenen“ Wartezeit vom Unfallort zu entfernen, ohne Auskunft über sich selbst und den Unfallhergang gegeben zu haben. Verlässt man nach Ablauf der Wartefrist den Unfallort, muss man „unverzüglich“ die Feststellung der eigenen Personalien ermöglichen.

Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu Tausenden Verkehrsunfällen. Im vergangenen Jahr gab es laut Statistischem Bundesamt 457 354 schwere Unfälle von Auto- und Lasterfahrern mit Verletzten. In 20 528 Fällen flüchteten die Fahrer vom Unfallort. 68 Mal davon fuhren Beteiligte sogar nach tödlichen Unfällen davon. In Baden-Württemberg waren es 8 Unfallfluchten mit getöteten Menschen.

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