Frankreich will in Fessenheim künftig Solarenergie erzeugen

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Atomkraftwerk Fessenheim
Das französische Kernkraftwerk Fessenheim. (Foto: Patrick Seeger/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach der Schließung des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim will Frankreich in der Region Solarenergie produzieren. Der Staat werde Aufträge für Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 300 Megawatt ausschreiben, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf Frankreichs Umwelt-Staatssekretär Sébastien Lecornu. Das noch laufende Kernkraftwerk hat nach Angaben des Energiekonzerns EDF eine Maximalleistung von 1800 Megawatt.

Lecornu war am Freitag im elsässischen Colmar zu Besuch, um mit Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik über die Zukunft Fessenheims nach der Schließung des Kraftwerks zu sprechen. „Fessenheim abzuschalten, ohne daraus ein Beispiel für den Wandel im Energiesektor zu machen, wäre sinnlos“, sagte Lecornu dem Bericht zufolge. Nach Behördenangaben soll das Département Haut-Rhin einmal das erste sein, das ausschließlich mit erneuerbarer Energie versorgt wird.

Das Kernkraftwerk Fessenheim nahe der deutschen Grenze ist das älteste noch laufende in Frankreich. Es gilt Kritikern als Sicherheitsrisiko. Erst am Vortag hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gefordert, das Akw bald vom Netz zu nehmen. Die Anlage soll nach derzeitigen Plänen vom Netz gehen, wenn der neue Europäische Druckwasserreaktor (EPR) im nordfranzösischen Flamanville am Ärmelkanal den Betrieb aufnimmt. Das ist für Ende 2018, Anfang 2019 vorgesehen.

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