„Flexibel“ Richtung Rekord: Hoffenheim will Serie fortsetzen

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TSG 1899 Hoffenheim
Der Hoffenheimer Trainer Alfred Schreuder. (Foto: Roland Weihrauch / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Vergleiche mit Vorgänger Julian Nagelsmann muss der frühere Assistent und jetzige Chef Alfred Schreuder seit dem Amtsantritt im Sommer ertragen. Doch schon in seiner ersten Halbserie kann der Niederländer nun etwas vollbringen, was Nagelsmann in seinen dreieinhalb Jahren bei 1899 Hoffenheim verwehrt blieb: sechs aufeinanderfolgende Bundesliga-Siege. „Das muss keine Extra-Motivation sein. Natürlich ist es schon interessant, wenn der Rekord möglich ist. Die Geschichte ist schön, aber für uns ist das allerwichtigste, wie sich die Jungs entwickeln“, sagte Schreuder am Freitag.

Für die TSG hat sich innerhalb von gut einem Monat die komplette Situation gedreht. Anfang Oktober wurde der verkorkste Saisonstart beklagt, die Abwärtsspirale thematisiert und Trainer Schreuder von Sportchef Alexander Rosen demonstrativ gestärkt, weil erste Medien den von Ajax Amsterdam verpflichteten Mann anzählten. Vor dem Sonntag (18.00 Uhr/Sky) heißt es nun: Europa-League-Platz und zwei Heimspiele gegen Mainz und Düsseldorf vor der Brust. Danach könnte Hoffenheim gar einen Champions-League-Platz belegen.

Effektive Chancenverwertung, gute und treffsichere Stürmer und ein wenig Matchglück: Hoffenheim hat bei seiner Fünf-Spiele-Serie unter anderem den FC Bayern besiegt und sich spielerisch klar verbessert. Die neuen Anforderungen für sein Team umriss Schreuder so: „Nachdem, was wir jetzt geleistet haben, werden sich Gegner anders auf uns einstellen. Sie werden in einer anderen Grundordnung spielen. Wir müssen jetzt für uns gut dieses Spiel sehen. Wir müssen uns sehr auf unsere eigene Art fokussieren. Wir müssen auch während des Spiels sehr flexibel sein.“ Mit Sargis Adamyan, Andrej Kramaric und Ihlas Bebou waren zuletzt aber gleich drei Stürmer angeschlagen - wer von ihnen spielen kann, blieb am Freitag noch offen.

Nach der Länderspielpause mitten in Hoffenheims Erfolgsserie ist das Duell mit Mainz auch noch aus einem anderen Grund besonders: Achim Beierlorzer, Trainer des letzten Gegners 1. FC Köln, ist nach Entlassung und Einstellung im Eiltempo nun Coach der Rheinhessen, die in dieser Spielzeit schon achtmal verloren haben.

„Er hat auch nicht sofort gedacht, jetzt muss ich nach Mainz. Er hat auch erst gedacht, er hat Urlaub. Aus was für einem Grund soll er es nicht machen? Ich finde es auch mutig, was er macht“, kommentierte Schreuder den Blitzwechsel von Beierlorzer. Er habe so etwas selbst noch nie erlebt. „Ich glaube nicht, dass sowas schon häufig passiert ist“, sagte Schreuder. Sportchef Rosen meinte in einem Interview der „Heilbronner Stimme“ ganz pragmatisch: „Bei der Vorbereitung wird Achim Beierlorzer vielleicht ein bisschen Zeit gewinnen, da die Szenen auf seinem Laptop noch recht frisch sein dürften.“

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