90 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind derzeit in der Betreuung des Landkreises Sigmaringen, was auch dem Soll des Vert
90 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind derzeit in der Betreuung des Landkreises Sigmaringen, was auch dem Soll des Verteilungsschlüssels entspricht – die Lage wird sich laut Hubert Schatz jedoch zuspitzen. (Foto: Uli Deck/dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Selbstanzeigen von Flüchtlingen wegen ihrer möglichen Verstrickung in islamistischen Terror oder andere Straftaten beschäftigen immer öfter die Justiz. Bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart gingen im laufenden Jahr 30 neue Fälle dazu ein. Das waren 19 mehr als im gesamten Vorjahr, wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Ein Grund sei eine wachsende Zahl von Selbstanzeigen in Asylverfahren.

Bisher gibt es Stuttgarts Generalstaatsanwalt Achim Brauneisen zufolge 100 Selbstanzeigen in Asylverfahren, besonders häufig von Menschen aus Somalia sowie aus Pakistan und Afghanistan. Die Menschen aus Somalia bezichtigten sich, bei der radikalislamischen Al-Schabab-Miliz gewesen zu sein, die aus Pakistan und Afghanistan bei den radikal-islamischen Taliban.

Abschiebung verhindern

Auch in anderen Bundesländern, etwa in Hessen, Schleswig-Holstein und Hamburg beobachten die Justizbehörden den Trend. Mit der Selbstbezichtigung einer Zwangsmitgliedschaft in einer islamistischen Vereinigung wollen offenbar viele Asylbewerber der Abschiebung entgehen.

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