Flüchtlinge bringen Zeitplan für Konversion auseinander

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Die Kaserne in Sigmaringen wird als Erstaufnahme für Flüchtlinge genutzt.
Die Kaserne in Sigmaringen wird als Erstaufnahme für Flüchtlinge genutzt. (Foto: Roland Rasemann)
Schwäbische Zeitung
Landes-Korrespondentin

Mehrfach hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gesagt: „Wir nehmen, was wir kriegen können.“ Gemeint sind Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge, allen voran leer stehende Kasernen, die das Land vom Bund zur Verfügung gestellt bekommt und als Erstaufnahmeeinrichtungen nutzt.

Obwohl viele Gemeinden bereits mehr oder weniger konkrete Pläne für eine Konversion der Kasernen in der Schublade haben, müssen sie sich gedulden. Die Stabsstelle für die Flüchtlingsunterbringung im Land trifft keine Aussage dazu, wie lange die Kasernen benötigt würden. Zum einen hänge das davon ab, wie viele Flüchtlinge weiter ins Land kämen. Zum anderen sei die Stabsstelle „grundsätzlich an langfristigen, adäquaten Unterkünften interessiert.“

Folgende Konversionsobjekte werden derzeit genutzt:

- der Kampus Ost des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Die frühere Mackensen-Kaserne gehört zur Landeserstaufnahmestelle (LEA) Karlsruhe

- die Reinhard-Kaserne in Ellwangen (LEA)

- die Zollernalbkaserne in Meßstetten (LEA)

- das Patrick-Henry-Village in Heidelberg, das das Land auch als neuartiges Registrierungszentrum aufbaut

- in Mannheim das Benjamin-Franklin-Village, die Funari-Barracks und die Spinelli-Barracks

- die Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen

- die Fürstenberg-Kaserne in Donaueschingen

- die Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne in Immendingen

- die Carl-Schurz-Kaserne in Hardheim

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