Feuer vor Asylbewerberunterkunft: Anklage wegen Mordversuch

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Statue der Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. (Foto: David Ebener/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Vor dem Landgericht Ulm muss sich eine Frau verantworten, die Feuer vor einem türkischen Geschäft und einer Asylbewerberunterkunft im Kreis Göppingen gelegt haben soll. In dem Prozess, der heute beginnt, wird der 33 Jahre alten Deutschen unter anderem versuchter Mord und versuchte schwere Brandstiftung in mehreren Fällen vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart geht nach eigenen Angaben von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Nach Polizeiangaben wurden seinerzeit bei der Durchsuchung der Wohnung der Frau eine Fahne mit einem Hakenkreuz und sowie mehrere mit Hakenkreuzen und SS-Runen bemalte Blätter gefunden. Die Brände richteten zwar lediglich geringe Schäden an, jedoch habe sie den möglichen Tod von insgesamt mehr als 30 Menschen billigend in Kauf genommen. Verletzt wurde niemand.

Laut Anklage soll die damals 32-Jährige im September 2018 in Geislingen an der Steige vor einem türkischen Lebensmittelgeschäft Abfallsäcke in Brand gesetzt haben. Das Feuer wurde von Passanten gelöscht. Wenig später soll die Frau mit flüssigem Grillanzünder die Holztür des Technikraums einer Asylbewerberunterkunft in Bad Überkingen angesteckt haben. Die Flammen seien von selbst erloschen.

In beiden Fällen soll die Frau betrunken gewesen sein. Sie sitzt in Untersuchungshaft (Az.: 3 Ks 9 Js 94285/18).

Polizeimitteilung vom 21.9.2018

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