Deutsche Presse-Agentur

Offenbach/Stuttgart (dpa/lsw)- Dicke Luft nach dem nächtlichen Feuerwerk: Vor allem im Raum Stuttgart, aber auch in Ludwigsburg und Reutlingen zeigten die Messwertstationen des Umweltbundesamtes am Mittwoch erhöhte Feinstaubwerte an. „Die Luftqualität ist überall in den großen Metropolen schlechter“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes.

In Stuttgart, Ludwigsburg, Bernhausen nahe dem Flughafen und in Reutlingen zeugten dunkelrote Farbpunkte für Messungen um 11.00 Uhr am Neujahrstag von einer sehr schlechten Luftqualität, die demnach vor allem auf erhöhte Feinstaubwerte zurückging. In Pforzheim und Villingen-Schwenningen, Tübingen und Heilbronn stufte das Amt die Qualität der Luft als schlecht ein.

Zu den Raketen kam regional Windstille: So hat beispielsweise in Stuttgart die Kombination aus Wetterlage und Feuerwerk zu vielen Einsätzen der Feuerwehr wegen Fehlalarmen von Brandmeldern geführt. Qualm und Rauch seien nicht nach oben abgezogen, sondern hätten sich am Boden gestaut, erklärte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle.

Das Umweltbundesamt (UBA) rechnet damit, dass pro Jahr rund 4200 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerk ausgestoßen werden, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Die Feuerwerksindustrie kritisierte diese Berechnung kürzlich als zu hoch und verwies auf eigene Messungen beim Abbrennen von Feuerwerk.

Bei Feinstaub handelt es sich um kleinste Teilchen. Je nach Größe können diese nicht nur tief in Lunge und Bronchien, sondern auch ins Blut gelangen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems hervorrufen. Extrem hohe Luftbelastung kann kleinen Kindern, Senioren, aber auch Asthmatikern und chronisch Lungenkranken akute Probleme wie Husten und Atembeschwerden bereiten.

Umweltbundesamt zu Luftqualität

Deutscher Wetterdienst

Werte des Umweltbundesamtes zu Baden-Württemberg

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