Falsche Polizisten ergaunern von Senioren Goldbarren: Urteil

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Richterin hinter Gesetzbüchern in Gerichtssaal
Eine Richterin ist in einem Verhandlungssaal hinter Gesetzbüchern zu sehen. (Foto: Uwe Anspach/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Drei Männer sollen sich als Polizisten ausgegeben und Senioren um ihr Vermögen gebracht haben - das Landgericht Heidelberg verkündet heute das Urteil gegen sie. In einem Fall sollen sie sogar Goldbarren ergaunert haben. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt das Trio, systematisch alte Menschen betrogen zu haben. Die beiden Heranwachsenden und ein Erwachsener hätten telefonisch Kontakt mit meist hochbetagten Menschen in ganz Deutschland aufgenommen. Sie gaben an, Schmuck und Geld der Senioren vor Kriminellen in Sicherheit bringen zu wollen.

So brachten sie etwa in Fellbach eine 96-Jährige dazu, 10 000 Euro sowie 5,9 Kilogramm Goldbarren und Schmuck aus ihrem Banktresor zu holen und ihnen alles zu übergeben. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Hauptbeschuldigten eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und zehn Monaten beantragt. Die Verteidigung plädierte für eine Strafe unter vier Jahren. Für einen weiteren Angeklagten forderte die Behörde ein Jahr und sechs Monate Jugendstrafe ohne Bewährung. Die Verteidigung schlägt ein Jahr Jugendstrafe mit Bewährung vor. Ein dritter Beschuldigter soll nach Ansicht von Staatsanwaltschaft und Verteidigung mit zwei Wochen Jugendarrest davonkommen.

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