Die Hauptverwaltung von Holtzbrinck
Die Hauptverwaltung von Holtzbrinck. (Foto: Marijan Murat/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der zur Holtzbrinck-Gruppe gehörende Wissenschaftsverlag Springer Nature strebt einen milliardenschweren Börsengang an. Über eine Kapitalerhöhung an der Frankfurter Wertpapierbörse solle ein Emissionserlös von etwa 1,2 Milliarden Euro erzielt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Damit sollen die Finanzen des Verlags gestärkt und die Verschuldungsquote gesenkt werden. Ein Zeitplan für den Börsengang wurde nicht genannt.

Die Holtzbrinck-Gruppe, die mit 53 Prozent die Mehrheit an dem Unternehmen hält, will dabei keine Anteile abgeben und auch als langfristiger Gesellschafter engagiert bleiben. Der Finanzinvestor BC Partners, dem die restlichen 47 Prozent gehören, könnte hingegen abhängig vom Marktumfeld Aktien verkaufen.

Springer Nature ist 2015 aus dem Zusammenschluss von Springer Sciencee+ Business Media und dem Geschäft von Macmillan Science and Education entstanden. Das Unternehmen mit einem Umsatz von 1,64 Milliarden Euro 2017 ist nach eigenen Angaben der größte Verlag für englischsprachige Wissenschaftsbücher und führend bei Open-Access-Veröffentlichungen, in denen Nutzer kostenlos auf wissenschaftliche Veröffentlichung zugreifen können. Zum Portfolio gehören zudem renommierte wissenschaftliche Zeitschriften.

Der künftige Aufsichtsrat des Unternehmens unter Führung von Stefan von Holtzbrinck ist dabei prominent besetzt. Von der Holtzbrinck-Gruppe ist zudem Finanzvorstand Jens Schwanewedel dabei. BC Partners wird durch Ewald Walgenbach vertreten. Dazu kommen unter anderem Simone Menne, einst Finanzvorstand bei Lufthansa und Boehringer Ingelheim, Merck-Chef Stefan Oschmann und Heidelbergcement-Chef Bernd Scheifele.

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