Schwäbische Zeitung

Der Stuttgarter Extremsportler Bruno Dobelmann ist hin und zurück durch den Fehmarnbelt geschwommen. Am frühen Mittwochnachmittag erreichte der 52 Jahre alte Schwimmer wieder die deutsche Ostseeinsel Fehmarn, wie seine Betreuer auf Facebook mitteilten. Damit ist Dobelmann nach eigenen Angaben der erste Mensch, dem schwimmend die doppelte Querung nonstop gelungen ist. Für die doppelte Querung benötigte er rund 19 Stunden.

Begleitet von Betreuern an Bord eines Kutters war Dobelmann am Dienstagabend um 18.45 Uhr in Puttgarden auf Fehmarn gestartet. Am frühen Mittwochmorgen erreichte er die dänische Insel Lolland. Für die erste Querung des Fehmarnbelt brauchte er 10 Stunden, 25 Minuten und 44 Sekunden. Nach einem kurzen Aufenthalt von wenigen Minuten schwamm er danach wieder nach Deutschland zurück.

„Es war eine Tortur — Qualen, Kälte, aber es war geil“, schrieb er anschließend auf seiner Facebook-Seite. Seine Betreuer teilten dort auch mit, dass es Dobelmann „den Umständen entsprechend“ gut gehe.

Der Fehmarnbelt ist zwar nur 18 Kilometer breit. Strömungsbedingt ist die tatsächliche Strecke länger. Dobelmann rechnete im Vorfeld mit insgesamt rund 50 Kilometern. „Ich bin guter Dinge, dass es klappt“, hatte er am Dienstag vor Beginn des Rekordversuchs auf dapd-Anfrage gesagt.

Arbeitskollegen gaben ihm den Namen Orca

Arbeitskollegen nennen Dobelmann nach der gleichnamigen Walart Orca. Seine Leidenschaft für die Langstrecke sieht man dem Stuttgarter Extremschwimmer nicht an. „Ich bin extrem überproportioniert“, sagt er selbst mit Blick auf sein Gewicht von 110 Kilogramm bei 176 Zentimeter Körpergröße über sich.

Für den Rekordversuch trainierte Dobelmann unter anderem im Mai in einem See bei Detmold. In 16 Stunden legte er dabei bei einer Wassertemperatur von 17 Grad Celsius eine Distanz von über 40 Kilometern zurück.

Dobelmann hat eigenen Angaben zufolge unter anderem Erfahrung im 24-Stunden-Schwimmen in Bädern gesammelt. Auch den Ärmelkanal hat er als Teil einer Fünferstaffel bereits durchschwommen. Dobelmann trug bei seinem Rekord keinen Neoprenanzug. Als Schutz vor der Kälte hatte er seinen Körper aber eingefettet.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen