Stechmücke
Eine präparierte Stechmücke unter einem Mikroskop. (Foto: Patrick Pleul/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Stechmückenbekämpfer der Kommunalen Aktionsgemeinschaft Kabs haben die auslaufende Saison am Rhein als durchschnittliches Jahr bezeichnet. Wegen starker Trockenheit und niedrigen Wasserständen hätten sich die Plagegeister nicht sehr stark entwickelt, sagte der wissenschaftliche Direktor Norbert Becker der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt wurden rund 6780 Hektar behandelt - das ist eine Fläche ungefähr so groß wie 9500 Fußballfelder. Die Kabs habe dazu auch zwei Helikopter und etwa 75 Tonnen Eisgranulat benutzt, 25 Tonnen mehr als 2017, wie Becker sagte.

Das Eisgranulat enthält den biologischen Wirkstoff Bti, der den Darm der Mückenlarven zerstört und sie damit tötet. Das Einsatzgebiet der Kabs reicht vom Kaiserstuhl in Baden-Württemberg bis nach Hessen im Norden und Bingen im Westen. Mückenbekämpfung ist länderübergreifende Sache. „Wir hatten hervorragende Ergebnisse und viele Mails bekommen, in denen Menschen sagten, sie hätten Gärten und Freizeitanlagen gut ohne Mückenstiche nutzen können“, sagte Becker.

Besorgt zeigte sich der Experte wegen vieler Vögel, die in diesem Jahr am Usutu-Virus gestorben seien. „Es gibt keinen Grund zur Panik, aber die Vögel haben schon gelitten“, sagte Becker. Das Virus werde oft von Hausmücken übertragen und greife etwa Amseln und Käuze an. Zufrieden zeigte er sich hingegen mit der Bekämpfung der Tigermücke in Heidelberg. „Das hatten wir sehr gut im Griff“, meinte der Direktor der Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage.

KABS

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