Hannes Wolf
Stuttgarts damaliger Trainer Hannes Wolf vor dem Spiel. (Foto: Marijan Murat/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ex-VfB-Trainer Hannes Wolf hat wenig Verständnis für das Vorgehen von Michael Reschke bei der Trennung des VfB Stuttgart von seinem Nachfolger Tayfun Korkut. „Das ist schon krass, dass sich das innerhalb von ein paar Stunden so dreht und dass klar ist, dass man es vorher schon wusste, zumindest, dass es passieren kann“, sagte Wolf in einem Video-Interview mit kicker.tv am Donnerstag. „Die beste Möglichkeit wäre gewesen, gar kein Interview zu geben. Ich glaube nicht, dass man das muss. Da hätte man als Sportdirektor auch einfach darauf verzichten können.“

Sportvorstand Reschke hatte sich am Samstagabend nach der 1:3-Niederlage bei Hannover 96 in Interviews zunächst vor Korkut gestellt, ihn wenige Stunden später aber dennoch beurlaubt. Anschließend gab er zu, bewusst die Unwahrheit gesagt zu haben, weil ein Vorstandstreffen am Abend bereits vereinbart war.

Insgesamt kann Wolf die Pläne seines ehemaligen Arbeitgebers nicht nachvollziehen. „Das finde ich in der Entwicklung des Vereins schon extrem“, sagte er mit Blick auf den Strategiewechsel bei den Verpflichtungen von Spielern. „Da bin ich gespannt, auch mit welcher Spielphilosophie und mit welcher Art von Fußball sie da raus kommen. Weil das jetzt auch nicht klar ist, wofür sie jetzt stehen.“

Wolf war mit dem VfB Meister in der 2. Liga geworden. Im Januar trennten sich die Wege, Nachfolger wurde Korkut. Inzwischen hat Wolf wieder Lust auf ein neues Engagement. Zu Anfragen sagte er: „Es brodelt mal hier und da. Es muss auch passen. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt.“

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