Ex-Heimkind will nicht für Mutter zahlen: Verhandlung

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Justitia
Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. (Foto: Arne Dedert/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Vor dem Familiengericht Offenburg geht heute das Verfahren um finanzielle Forderungen der Behörden an ein ehemaliges Heimkind weiter. Die heute 55 Jahre alte Frau aus dem hessischen Rodgau wehrt sich dagegen, für ihre pflegebedürftige Mutter Unterhalt zahlen zu müssen.

Das Landratsamt Ortenaukreis erhebt entsprechende Ansprüche. Die Frau argumentiert, ihre Mutter habe sie kurz nach der Geburt weggegeben, sie sei daher im Kinderheim aufgewachsen und habe so gut wie keinen Kontakt zur Mutter gehabt.

Nach Angaben des Anwalt der Klägerin, Michael Klatt, liegt ein Vergleichsvorschlag des Gerichts (Az.: 4 F 142/17) vor. Am Donnerstag wollten er und seine Mandantin vor Gericht bekanntgeben, ob sie den Vorschlag annehmen. Demnach würde seine Mandantin künftig 30 Prozent des errechneten Unterhalts - er beträgt etwa 760 Euro - monatlich zahlen. Am Donnerstag sollen noch Zeugen gehört werden.

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