EVP-Politiker Weber hält Europawahl für „Schicksalswahl“

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Manfred Weber (CSU/EVP)
Manfred Weber, EVP-Fraktionsvorsitzender im Europäischen Parlament. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der an die Spitze der EU-Kommission strebende CSU-Politiker Manfred Weber hält die anstehende Europawahl für eine Schicksalswahl. „Ich möchte sagen, dass bei diesen Europawahlen das Schicksal des Kontinentes mit entschieden wird“, sagte Weber am Freitag beim Parteitag der Südwest-CDU in Rust (Ortenaukreis). Die Frage sei, ob es im EU-Parlament weiter eine gestaltende Mehrheit gebe, die eine europäische Grundidee eine. Die andere Möglichkeit sei ein Europa, das nicht mehr zu Kompromissen fähig sein werde. „Die Europawahl wird eine historische Wahl für diesen Kontinent.“

Weber will Spitzenkandidat der EVP-Fraktion im Europaparlament werden. Gewinnt die EVP die Europawahl, hätte er Chancen, nächster EU-Kommissionspräsident und damit Nachfolger des Luxemburgers Jean-Claude Juncker zu werden. Die Europawahl ist am 26. Mai 2019.

Weber mahnte eine Lösung im seit langem andauernden Streit um die Verteilung von Migranten in Europa an. Er hoffe, dass die Staats- und Regierungschefs bis zum Ende des Jahres zu vernünftigen Ergebnissen kommen. Ansonsten machten sich manche schuldig, weil dann der Populismus auf dem Kontinent gestärkt werde. Er freue sich, dass auch in seiner Partei, in der CSU, immer mehr Stimmen aufkämen, die darauf hinwiesen, was das wahre Gesicht der AfD sei. Spätestens seit den Vorgängen in Chemnitz müsse jedem klar sein, dass die AfD-Politiker Seite an Seite mit der NPD und mit Nazis marschierten. „Wir wollen unser Land, Europa, nicht diesen Nazis überlassen.“

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