Deutsche Presse-Agentur

Im mutmaßlichen Millionenbetrug um die Stuttgarter Wohnungsgenossenschaft Eventus hat die Staatsanwaltschaft eine erste Anklage erhoben. Dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden werde Betrug in besonders schwerem Fall vorgeworfen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Zuvor hatte die „Bild“ darüber berichtet. Der Mann soll im Sommer 2016 eine frei erfundene „Aktenanleihe der Allianz“ an Anleger vermittelt und die damit eingenommenen rund 615 000 Euro für eigene Zwecke verwendet haben. Er sitzt seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft.

Im Fall Eventus geht es neben dem Vorwurf des Betrugs auch um mutmaßliche Untreue und Urkundenfälschung. Mehrere hundert Anleger sollen nach Angaben einer Interessensgemeinschaft mehr als zehn Millionen Euro in das Unternehmen investiert haben. Das Geld sollte demnach in die Sanierung, den Handel und die Vermietung von Wohnimmobilien fließen. Seit 2012 wurde Geld bei Anlegern eingesammelt.

Die Genossenschaft meldete im September 2017 Insolvenz beim Amtsgericht Stuttgart an. Den Anlegern könne man im Augenblick wenig Hoffnung machen, dass sie ihr Geld jemals wiedersehen, hatte der vorläufige Insolvenzverwalter Tibor Braun Anfang November erklärt.

Interessensgemeinschaft Eventus

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