Erneute Abitur-Panne im Südwesten empört viele Lehrer

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Doro Moritz
Doro Moritz, Vorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft. (Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Lehrer in Baden-Württemberg haben empört auf eine Panne beim Gemeinschaftskunde-Abitur und das Verhalten des Kultusministeriums reagiert. Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doro Moritz, sagte am Donnerstag, dass das Kultusministerium versuche, die Schuld den eigenen Lehrern zuzuschieben.

„Bei der GEW melden sich Lehrkräfte, die übereinstimmend berichten: Die Abi-Aufgabe war falsch formuliert.“ Das Verhalten des Ministeriums sei eine Frechheit.

Die Prüfung im Fach Gemeinschaftskunde soll an 130 Gymnasien wiederholt werden, wie „Mannheimer Morgen“ und „Heilbronner Stimme“ (Donnerstag) berichteten. In einer Teilaufgabe wurde nach Informationen der GEW der Begriff „Kategorienmodell“ vorausgesetzt. Dieser Begriff sei aber in dem Fach überhaupt nicht üblich und werde auch in der Wissenschaft nicht verwendet, sagten einige Lehrer der GEW.

Nach Informationen des Kultusministeriums handele es sich aber um Pflichtstoff aus dem Bildungsplan, trotzdem hätten viele Lehrer den Begriff nicht behandelt. Wie viele Schüler betroffen sind, ist unklar, weil zwei Prüfungsaufgaben zur Wahl standen.

Prüfungen werden bereits am Freitag nachgeholt

Die Nachholprüfungen im Gemeinschaftskunde-Abi an 130 Gymnasien im Südwesten sollen bereits an diesem Freitag (17.5.) stattfinden. Das hat das Kultusministerium am Donnerstagnachmittag mitgeteilt.

Die Schüler mussten innerhalb von 24 Stunden entscheiden, ob sie an der neuen Prüfung teilnehmen oder nicht. Dabei kannten sie die Note ihrer ursprünglichen Prüfung noch nicht. „Es tut mir leid, dass sich die Schülerinnen und Schüler so kurzfristig entscheiden mussten, ob sie am Nachtermin teilnehmen oder nicht“, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU).

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