Deutsche Presse-Agentur

Ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs gegen den früheren Präsidenten der Zeppelin Universität (ZU) ist eingestellt worden. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, lag in den meisten geprüften Fällen kein hinreichender Tatverdacht vor. Die Behörde hatte vier Jahre lang gegen den früheren Chef der Hochschule in Friedrichshafen am Bodensee wegen des Verdachts des Betrugs im Zusammenhang mit einem Provisionssystem ermittelt. Das Verfahren wurde mit Zustimmung des Amtsgerichts gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt.

Geprüft wurden Vorwürfe, Fördergelder seien nicht korrekt verwendet und ein Teil davon ohne Absprache mit den Drittmittel-Gebern für Bonuszahlungen an Mitarbeiter genutzt worden. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass sich die meisten Spender nicht getäuscht sahen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Nur in Einzelfällen sei davon auszugehen, dass die Fördervereinbarungen so nicht abgeschlossen worden wären, hätten die Geldgeber von dem Provisionssystem gewusst.

Der damalige ZU-Chef war 2014 wegen der Vorwürfe zurückgetreten, er war seit 2003 im Amt.

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