Eltern lassen Kind für Einkaufstour im überhitzten Auto

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Laut Polizei soll ein zweijähriges Kind im österreichischen Bezirk Bludenz am Hitzetod in inem Auto gestorben sein.
Weil es im Auto unerträglich heiß wurde, bat das Kind Passanten um Hilfe. (Foto: Patrick Seeger/dpa / dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Beim Einkaufen in einem Lebensmittel-Discounter in Jestetten am Hochrhein (Kreis Waldshut) haben Eltern ihren sieben Jahre alten Sohn alleine im überhitzten Auto zurückgelassen.

Bei einer Außentemperatur von 34 Grad Celsius stand das Auto am Mittwoch auf dem Parkplatz des Einkaufsmarktes nahe der deutsch-schweizerischen Grenze in der prallen Sonne, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Kein Fenster war geöffnet, der Siebenjährige war völlig nassgeschwitzt und konnte die verschlossene Autotür nicht öffnen.

Beamte wollten Scheibe einschlagen

Er bat Passanten um Hilfe, diese riefen die Polizei. Als die Beamten eine Seitenscheibe einschlagen wollten, kamen die Eltern von ihrem Einkauf zurück und öffneten das Fahrzeug.

Das Kind war den Angaben zufolge dehydriert, litt also unter Flüssigkeitsmangel und Kreislaufschwäche. Es erholte sich im Schatten und mit Flüssigkeit wieder.

Eltern: Kind wollte nicht mit

Die Eltern sagten, ihr Sohn habe zum Einkaufen nicht mitkommen wollen, deshalb sei er allein im Auto geblieben. Die Polizei prüft den Angaben zufolge nun Ermittlungen gegen die Eltern wegen Missachten der Sorgfaltspflicht.

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