Ellwangen entscheidet sich für eine Landeserstaufnahmestelle

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Deutsche Presse-Agentur

Mit großer Mehrheit hat sich der Gemeinderat Ellwangens für die Einrichtung einer Landeserstaufnahmestelle (LEA) für Flüchtlinge entschieden. Das Votum fiel in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend ohne Gegenstimmen. Es gab drei Enthaltungen. Dies teilte Stadtsprecher Anselm Grupp mit.

Auf dem Gelände der Reinhardt-Kaserne können 500 bis maximal 1000 Flüchtlinge untergebracht werden - das Areal grenzt unmittelbar an das innere Stadtgebiet und steht seit diesem Jahr zu 80 Prozent leer. Lediglich ein Sprachenzentrum unterhält die Bundeswehr noch an diesem Standort.

Mit der LEA in Ellwangen wird es künftig in jedem der vier Regierungsbezirke Karlsruhe, Freiburg, Stuttgart und Tübingen mindestens eine LEA geben, was dem erklärten Ziel des Integrationsministeriums entspricht. Ministeriumssprecher Christoph Häring sagte der Nachrichtenagentur dpa am Abend, die LEA in Ellwangen solle ihren Betrieb im Februar 2015 aufnehmen.

Bislang gibt es eine Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Karlsruhe mit einer Außenstelle in Mannheim. Deren Kapazitäten sind inzwischen jedoch restlos ausgeschöpft, so dass das zuständige Regierungspräsidium kurzfristig mehrere Notquartiere einrichten musste. In einer zweiten LEA in Meßstetten (Zollernalbkreis) können zudem für eine Übergangszeit bis 2016 neu ankommende Flüchtlinge untergebracht werden. Auch in Freiburg und Tübingen sollen zur Vergrößerung der Aufnahmekapazität weitere LEAs entstehen.

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