Susanne Eisenmann
Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin von Baden-Württemberg. (Foto: Sebastian Gollnow/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) will Baden-Württemberg laut einem Zeitungsbericht für bundesweit einheitliche Abi-Aufgaben werben. „Bislang ist es so, dass die Länder auf die Aufgaben zugreifen können, aber nicht müssen“, sagte Landeskultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) der „Heilbronner Stimme“ und dem „Mannheimer Morgen“ (Donnerstag). „Außerdem steht es den Ländern frei, die Aufgaben auch noch nach eigenen Gesichtspunkten zu verändern. Wenn wir bundesweit mehr Vergleichbarkeit wollen, dann müssen wir uns auch zutrauen, von Flensburg bis Freiburg die gleichen Aufgaben im Abitur einzusetzen. Alles andere ist aus meiner Sicht nicht befriedigend.“

Hintergrund der Initiative ist, dass die Länder künftig die Aufgaben aus dem Abiaufgaben-Pool nicht mehr nach eigenem Gutdünken verändern sollen können. In Baden-Württemberg hatten sich zuletzt Schüler gegen ein aus ihrer Sicht zu schweres Englisch-Abitur beschwert. Dabei stellte sich heraus, dass es für ähnliche Aufgaben in den Ländern unterschiedliche Zeiträume und Hilfsmittel gab.

Die Ministerin bekennt sich zwar immer wieder zum Föderalismus im Bildungswesen und warnt vor zentralistischen Regelungen. Gleichwohl vertritt sie laut dem Zeitungsbericht die Ansicht, „dass wir uns weiterentwickeln und neue Antworten finden müssen“. Demnach will Eisenmann auch eine einheitlichere Linie der Länder bei den Grundschulempfehlungen erreichen. „Was wir brauchen, ist mehr Vergleichbarkeit und mehr verbindliche, qualitätsorientierte Zusammenarbeit in unserem Bildungswesen“, sagte Eisenmann.

Bei der KMK in Berlin an diesem Donnerstag besprechen die Minister eine Vielzahl von Themen, darunter auch den Digitalpakt für eine bessere Ausrüstung der Schulen für das digitale Zeitalter.

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