Einfluss darf nicht zugelassen werden

Lesedauer: 2 Min

Kara Ballarin
Kara Ballarin (Foto: Roland Rasemann)
Landes-Korrespondentin

Der bisherige Konsulatsunterricht ist vordergründig fein: Baden-Württembergs Schüler mit Wurzeln im Ausland können Unterricht in Türkisch, Italienisch oder Griechisch haben, ohne dass dadurch Kosten fürs Land entstehen. Bezahlt werden die Lehrer vom Herkunftsland, in dem sie auch ausgebildet wurden.

Nun streitet sich die SPD mit Kultusministerin Susanne Eisenmann darüber, wie viel es kosten würde, den Unterricht selbst zu gestalten. Die SPD spricht von 15 Millionen Euro jährlich und begründet dies mit den Aufwendungen in Rheinland-Pfalz, die den Unterricht längst selbst anbieten. Eisenmann sieht die Kosten viermal so hoch und verweist darauf, dass diese Rechnung von ihrem Vorgänger stammt – von SPD-Fraktionschef Andreas Stoch, der jetzt die Revolution beim herkunftssprachlichen Unterricht anführt.

Die Regierung sollte sich fragen, ob sie es dulden möchte, dass andere Länder Einfluss auf hier lebende Schüler nehmen. Die Antwort sollte Nein lauten. Die Kosten sind dann zweitrangig.

k.ballarin@schwaebische.de

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen