Ein Fetzen mehr Freiheit - und Kopfschütteln über politisches Unvermögen

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Maskenpflicht Maskenpflicht, 14.04.2020, Borkwalde, Brandenburg, Auf einer Mundschutzmaske steht der Schriftzug Maskenp
Von wegen lästige Pflicht: Ein Fetzen mehr Freiheit. (Foto: Sascha Steinach via www.imago-images.de / imago)
Landes-Korrespondentin

Ab Montag gilt in Baden-Württemberg Maskenpflicht. Das hat die grün-schwarze Regierung im Südwesten am Dienstag beschlossen – wie Bayern bereits zuvor.

Wer einkaufen geht, oder mit Bus und Bahn unterwegs ist, muss Mund und Nase bedecken. Was wie eine Einschränkung klingt, ist das genaue Gegenteil: Das Stückchen Stoff bringt ein bisschen mehr Freiheit.

Einen Selbstschutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus – oder anderen Erregern – bieten einfache Mund-Nase-Masken wohl nicht. Aber nichts anderes sollte jeder tragen – außer das ist medizinisch notwendig. Wir alle sollten die knappen professionelle Masken denjenigen vorbehalten, die beruflich darauf angewiesen sind.

Kein Selbstschutz, aber Schutz vor einem selbst

Die Wissenschaft geht aber davon aus, dass der Träger einer einfachen Maske seine Mitmenschen vor sich selbst schützt. Einen Infektionsschutz gibt es also nur, wenn alle mitmachen.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Bundesländer keine einheitliche Regelung finden konnte. Der Flickenteppich beim Überschreiten von Ländergrenzen bleibt also. Nachdem manche Städte im Südwesten schon mit einer Maskenpflicht vorgeprescht sind, gilt nun wenigstens überall im Land dasselbe.

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