Demonstration gegen Rechts in Ulm: „Chemnitz ist überall“

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Deutsche Presse-Agentur

Hunderte Menschen haben am Freitag in Ulm an einer Demonstration gegen Rechts teilgenommen. Anlass waren die Vorfälle in Chemnitz, wie ein Polizeisprecher sagte. Demnach war die Demo unter dem Titel „Chemnitz ist überall - Fight fascism“ angemeldet. Neben einer Kundgebung habe es auch einen Demonstrationszug durch Ulm gegeben. Zunächst blieb es den Angaben zufolge friedlich.

Eine autonome Gruppe hatte den Aufruf zur Demo zuvor auf ihrer Internetseite veröffentlicht. „Den tödlichen Messerangriff auf einen Menschen in Chemnitz und die Instrumentalisierung seines Todes durch Rechte verurteilen wir aufs Schärfste“, hieß es. „Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit nehmen rasant zu. Dies ist eine höchst gefährliche Entwicklung. Es ist Zeit, gemeinsam Widerstand zu leisten.“ Auch in den vergangenen Tagen hatte es in Baden-Württemberg Demos gegen Rechts gegeben - darunter in Stuttgart und in Freiburg.

Auslöser der Vorfälle in Chemnitz war eine tödliche Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen Ende August. Zwei Verdächtige, die als Asylbewerber nach Sachsen gekommen waren, sitzen wegen Verdachts des gemeinschaftlichen Totschlags in Untersuchungshaft. An einigen Protestveranstaltungen waren auch Rechtsextremisten beteiligt. Es kam zu Übergriffen auf Polizisten, Journalisten und Ausländer.

Aufruf zur Demo

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