Thomas Strobl
Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg. (Foto: Sebastian Gollnow / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

CDU-Vize Thomas Strobl hat sich gegen eine Mitgliederbefragung oder gar verbindliche Urwahl zur Kanzlerkandidatur ausgesprochen, wie sie einige Christdemokraten für den Parteitag in Leipzig beantragt haben. „Beteiligung ist gut, aber sie muss gut und klug gemacht sein“, sagte der baden-württembergische CDU-Landeschef der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Leipzig. Er wies auf die schlechten Erfahrungen seiner Landes-CDU damit hin und fügte hinzu: „Wir sehen seit Jahren, ganz aktuell auch bei der SPD, dass Mitgliederentscheide kein automatischer Weg zum Glück sind: Das ist wochenlange Selbstbeschäftigung, Spaltung und am Ende kein klares Ergebnis. Ich bin also für Beteiligung, jedoch gegen eine förmliche Mitgliederbefragung oder gar eine Urwahl in Sachen Kanzlerkandidatur. Und der Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg sieht das genauso.“

Auf dem am Freitag beginnenden Parteitag stehen auch Anträge zur Diskussion, die eine stärkere Mitgliederbeteiligung vorsehen. Die Antragskommission empfiehlt, Anträge für eine verbindliche Mitgliederentscheidung oder eine Urwahl abzulehnen.

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