CDU-Generalsekretär für Rückkehr zum Frontalunterricht

Lesedauer: 2 Min
Manuel Hagel (CDU)
Der Generalsekretär der baden-württembergischen CDU, Manuel Hagel. (Foto: Marijan Murat/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

CDU-Landesgeneralsekretär Manuel Hagel fordert die Rückkehr zum Frontalunterricht an Baden-Württembergs Schulen. „Die Zeiten eines überbordenden Laissez-faire in der Bildungspolitik sollten wir hinter uns lassen. Was wir brauchen, ist eine Fokussierung auf Qualität und Leistung“, sagte er der „Südwest Presse“ (Freitag). Hagel reagierte damit auf das Absacken baden-württembergischer Schüler in bundesweiten Leistungstests.

Die bildungspolitischen Vorstöße sind Teil der „Schöntaler Erklärung“, die die CDU bei einer Klausurtagung am Samstag beschließen will. „Verpflichtende Diktate sowie verpflichtendes Schönschreiben stärken die Schreib- und Lesefähigkeit der Schüler“, heißt es laut Zeitung im Entwurf. Diese dürften genauso wenig aus dem Klassenzimmer verbannt werden wie der Frontalunterricht. Damit geht die CDU auf Distanz zur Schulpolitik der grün-roten Vorgängerregierung.

Auch ein anderes Thema soll Teil der Erklärung sein: Gemeinden sollen schneller an Fördergelder für den Ausbau des schnellen Internets kommen. „Die Antragstellung für Breitbandnetze ist viel zu kompliziert, und Genehmigungsverfahren dauern zu lange“, sagte Hagel der „Schwäbischen Zeitung“ (Freitag). Es seien bis zu fünf Behörden notwendig, um Geld zu bewilligen. Grün-Schwarz will 2018/2019 eine Milliarde Euro in Digitalisierungsprojekte stecken, davon fließen 210 Millionen Euro in den Ausbau von Breitbandnetzen. Hagel schlägt vor, die Landkreise zur verantwortlichen Genehmigungsbehörde zu machen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen