Das Logo des Buch- und Mediengroßhandelunternehmens KNV
Das Logo des Buch- und Mediengroßhandelunternehmens Koch, Neff & Volckmar GmbH (KNV) ist an der Fassade des Firmensitzes zu sehen. (Foto: Marijan Murat/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der insolvente Buch- und Mediengroßhändler Koch, Neff & Volckmar (KNV Gruppe) setzt für die Transporte zu seinen Kunden künftig ausschließlich auf externe Dienstleister. Eigene Fahrer will KNV nicht mehr beschäftigen, 54 Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Job, wie Insolvenzverwalter Tobias Wahl am Montag ankündigte. Mit dem Schritt sollten ineffiziente Doppelstrukturen abgebaut werden, hieß es.

KNV ist der größte deutsche Buch- und Mediengroßhändler und zählt rund 1800 Beschäftigte. Er hatte am 14. Februar wegen Überschuldung Insolvenz beantragt, seit Anfang des Monats läuft das Verfahren. Wahl will die Gruppe möglichst als Einheit an einen Käufer übertragen.

Den Angaben zufolge hat KNV bisher schon rund 90 Prozent seiner Transporte über Dienstleister abgewickelt. Der Verzicht auf die übrigen zehn Prozent in Eigenregie sei endgültig notwendig geworden, nachdem der Konkurrent Umbreit eine Transport-Kooperation Ende April aufgekündigt habe, hieß es.

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