Buch- und Mediengroßhändler soll als Ganzes erhalten werden

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KNV-Logo an einem Gebäude
Blick auf den Firmensitz des Buch- und Mediengroßhandelunternehmens Koch, Neff & Volckmar GmbH (KNV). (Foto: Marijan Murat/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Insolvenzverwalter des Buch- und Mediengroßhändlers Koch, Neff & Volckmar (KNV Gruppe) will die Unternehmensgruppe möglichst als eine Einheit verkaufen. Sein Ziel sei es, die KNV Gruppe an einen starken Erwerber als Ganzes zu übertragen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, teilte Rechtsanwalt Tobias Wahl am Donnerstag in Stuttgart mit. Inzwischen sei auch der strukturierte Verkaufsprozess gestartet. Details über die Anzahl der Bieter und deren Hintergrund wurden nicht gemacht. Das Insolvenzverfahren wurde wie erwartet am 1. Mai vom Amtsgericht Stuttgart eröffnet.

KNV ist der größte deutsche Buch- und Mediengroßhändler und zählt rund 1800 Beschäftigte. Er hatte am 14. Februar wegen Überschuldung Insolvenz beantragt. Wahl wurde nun zum Insolvenzverwalter bestellt. „Das Vertrauen ist da und der Buchkreislauf zirkuliert weiter. Das ist ein wichtiger Baustein und ein solides Fundament für die Zukunftssicherung der KNV Gruppe“, sagte er. Inzwischen würden die Gehälter wieder vom Unternehmen selber bezahlt. Zuvor wurde Insolvenzgeld ausbezahlt. Das gibt es allerdings nur für drei Monate.

Der Mittelständler fungiert als Bindeglied zwischen Verlagen und Buchhandlungen. Er hat ständig rund 590 000 lieferbare Titel von mehr als 5000 Verlagen am Zentrallager in Erfurt vorrätig. Nach Angaben auf der Unternehmens-Homepage werden insgesamt 5600 Buchhandelsfilialen beliefert, davon 4200 in Deutschland, 800 in Österreich und der Schweiz sowie 600 Buchhandlungen in anderen Ländern.

KNV

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