Broll-Ausfall droht: Pokal-Kampf als Blaupause für Stuttgart

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Kevin Broll
Torwart Kevin Broll von Dresden fängt den Ball. (Foto: Timm Schamberger/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
sn und Jens Maßlich

Nach dem leidenschaftlichen Kampf und der nur knapp verpassten Pokal-Überraschung kehrt bei Dynamo Dresden wieder der triste Alltag ein. Und in dem muss der Vorletzte der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) beim Top-Team VfB Stuttgart wohl auf Stammtorwart Kevin Broll und damit auf ein Leistungsträger der vergangenen Wochen verzichten.

„Wenn es etwas am Kopf ist, gehen wir bei ihm nicht das Risiko ein. Da geben wir ihm lieber die Zeit“, sagte Trainer Cristian Fiel am Freitag auf der Pressekonferenz der Sachsen. Broll hat sich am Mittwoch im DFB-Pokal bei Hertha BSC eventuell eine Gehirnerschütterung zugezogen. Der 24-Jährige wurde am Freitag weitergehend untersucht.

Spätestens am Samstag soll eine Entscheidung getroffen werden. Fällt Broll aus, steht - wie schon auf der Pressekonferenz am Freitag - Patrick Wiegers bereit. „Als Torwart kannst du dich leider nur im Training oder Testspielen anbieten. Das habe ich in den vergangenen Monaten gut gemacht“, sagte der 29-Jährige selbstbewusst.

Wiegers ist einer von zwei Ersatztorhütern, die regelmäßig auf der Bank rotieren. Doch Kollege Tim Boss (Innenbanddehnung/Faserriss) fehlt bereits seit Wochen verletzt. Zudem muss Fiel in Stuttgart auch auf Sascha Horvath (OP nach Sehnenverletzung) sowie die gesperrten Niklas Kreuzer (Rot) und Patrick Ebert (Gelb) verzichten.

Nach den schweren 120 Minuten vom Mittwoch bei Hertha BSC kündigte Dynamos Coach ohnehin an, beim VfB einige Wechsel vorzunehmen. Punkte dürfen die Sachsen nicht allerdings liegen lassen, und so zeigte sich Fiel „froh, dass es wieder gegen einen Gegner geht, der nächstes Jahr Bundesliga spielen wird und ein fantastisches Stadion hat.“

Der Pokalfight in Berlin kann als Blaupause dienen. Weshalb Fiel seinen Spielern einimpfte, dass „es geht im Liga-Alltag aber mit keinem Stück weniger geht.“ Die Profis sind jedenfalls noch ganz berauscht von dem Spiel, dass sie erst im Elfmeterschießen verloren. „Dynamo Dresden hat sich wieder wie Dynamo Dresden angefühlt und sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen als Gemeinschaft präsentiert“, schwärmte Wiegers. „Man hat gesehen, was wir leisten können, wenn wir zusammen stehen.“ Stuttgart darf also als Test für die Stärke des Zusammenhalts angesehen werden.

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