Deutsche Presse-Agentur

Der Skandal um die Schmähung des Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer durch den Chef des baden- württembergischen Wasserkraftverbands wird nun doch nicht vor Gericht verhandelt. Verbandschef Manfred Lüttke habe seinen Einspruch gegen einen Strafbefehl wegen „Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener“ zurückgezogen, teilte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Dienstag mit. Damit ist der Strafbefehl rechtskräftig. Lüttke habe durch seinen Anwalt erklärt, er wolle durch die Rücknahme des Einspruchs „die Ernsthaftigkeit seiner Entschuldigung und seines Bedauerns für seine - nach außen getragene - Äußerung bekräftigen“. Lüttke hatte im Juli 2008 verbandsintern Bonhoeffer als „ganz gewöhnlichen Landesverräter“ bezeichnet.

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