Bahnunternehmen wollen sich gegenseitig keine Lokführer mehr abwerben

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Deutsche Presse-Agentur

Bei der Suche nach Lokführer-Nachwuchs wollen Bahnunternehmen in Baden-Württemberg künftig an einem Strang ziehen und sich nicht mehr gegenseitig Personal abspenstig machen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten sie am Donnerstag in Stuttgart, wie das Verkehrsministerium mitteilte.

Darin verpflichten sich die Unternehmen, gemeinsame Standards bei der Rekrutierung und Ausbildung neuer Mitarbeiter zu setzen, zum Beispiel was die Investitionen in die Ausbildung und finanzielle Anreize angeht. Zudem sollen Ausbildungskostenpauschalen gezahlt werden, wenn bei anderen Firmen ausgebildete Lokführer übernommen werden.

Das zahlt sich für alle Bahnunternehmen bei der Suche geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten aus.

Verkehrsminister Winfried Hermann

Die Unternehmen sendeten damit ein starkes Signal in die Branche, lobte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). „Das zahlt sich für alle Bahnunternehmen bei der Suche geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten aus.“ Unterzeichnet haben die Erklärung Vertreter von Abellio, der Albtal-Verkehrsgesellschaft, DB Regio und S-Bahn Stuttgart sowie von Go-Ahead, SBB Deutschland, SWEG und WEG. Weitere sollen in einem zweiten Schritt folgen.

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