Baden-Württembergs Feuerwehren beim „Twitter-Gewitter“ dabei

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Feuerwehr
Männer der Feuerwehr sitzen in einem Löschfahrzeug. (Foto: Carsten Rehder / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Hier ein Einsatz in einer Arztpraxis, dort wird die Drehleiter ausgefahren, in Leinfelden-Echterdingen laufen Tausende Liter Öl aus und auf der Ulmer Wache wird eine Schulklasse durch's Haus geführt. Beim sogenannten Twitter-Gewitter haben mehrere Berufsfeuerwehren aus Baden-Württemberg am Dienstag einen Einblick in ihre Arbeit gegeben - mit einer Aktion beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Unter anderem nutzten die Feuerwehren in Stuttgart, Pforzheim und Ulm die Gelegenheit zum „Zwitschern“, wie das Senden der Nachrichten bei Twitter auch genannt wird. Auch die Mannschaften aus Waiblingen und Leinfelden-Echterdingen sowie die Werksfeuerwehr der Stuttgarter Messe waren mit dabei.

„Wir wollen am Europäischen Tag des Notrufs 112 auch ein bisschen werben für unseren Beruf“, sagte Stuttgarts Feuerwehrsprecher Christopher Haigis. Beim „Twitter-Gewitter“ solle die Bandbreite der Arbeit präsentiert werden, „vom Höhenretter zum Taucher“.

Live wird beim „Twitter-Gewitter“ von aktuellen Einsätzen berichtet. Daneben haben Feuerwehren Beiträge vorbereitet, die einen Einblick in den Berufsalltag geben. „Die Feuerwehr ist bekannt als Retter in der Not“, sagte Georg Belge, der Leiter der Stuttgarter Branddirektion. „Wenig bekannt ist, was hinter den Kulissen geschieht.“

Das deutschlandweite „Twitter-Gewitter“ begann um 8.00 Uhr am Morgen und soll bis zum Abend gehen. Der Anlass für die Aktion: Am 11. Februar ist der Europäische Tag des Notrufs 112. „Nur 57 Prozent der Menschen in Deutschland wissen, dass #Notruf112 nicht nur im eigenen Land, sondern überall in der EU Hilfe bringt“, twitterte der Deutsche Feuerwehrverband dazu. „Bei einem Notfall in Deutschland würden 90 Prozent der Befragten die 112 wählen.“

Von einem „Gewitter“ konnte bei den baden-württembergischen Feuerwehren allerdings keine Rede sein. Von den acht Berufsfeuerwehren im Land beteiligten sich nicht mehr als die Hälfte. „Die Sozialen Medien binden zu viel Personal. Und wir haben auch nicht genug Einsätze, um dort präsent zu sein“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Heidelberg. Personalsorgen sind auch das Argument seiner Kollegen in Heilbronn. „Außerdem sind 97 Prozent der Feuerwehrangehörigen ehrenamtlich im Dienst. Ihnen fehlt vor allem die Zeit, sich auch noch im Netz zu engagieren“, sagte ein Sprecher des Landes-Feuerwehrverbandes.

Im vergangenen Jahr hatten sich nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rund 40 Feuerwehren aus Deutschland an der Aktion beteiligt. In diesem Jahr sind es laut Feuerwehrverband 50 Teilnehmer.

Tweet des Deutschen Feuerwehrverbands

PM Feuerwehrverband zur Aktion

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